Lohnentwicklung treibt Kosten der Systemverkehre nach oben

DSLV-Index: Abwicklungskosten im Stückgutmarkt um 7,6 Prozent gestiegen

Berlin, 2. Mai 2018

Vor allem die Entwicklung der Personalkosten war im zweiten Halbjahr 2017 verantwortlich für den deutlichen Anstieg der sendungsbezogenen Prozesskosten. Im Vergleich zum zweiten Halbjahr 2016 verbuchte der Stückgutmarkt eine Kostensteigerung um 7,6 Prozent. Dies ist das Ergebnis des im Auftrag des Deutschen Speditions- und Logistikverbands (DSLV) bei den führenden deutschen Stückgutnetzen ermittelten aktuellen "Kostenindex Sammelgutspedition".

Mit einem Anstieg um 12,2 Prozent pro Sendung liegen die Personalkosten deutlich vor der Kostenentwicklung des Treibstoffs (plus 4,5 Prozent). Hier wurde der Mangel an qualifizierten Berufskraftfahrern sowohl im Fernverkehr, als auch im regionalen Verteilerverkehr der Stückgutnetze deutlich spürbar. Damit trugen die Personalkosten mit 6,2 Prozentpunkten zum Anstieg der Gesamtkosten bei. Die Entwicklung der Treibstoffkosten war mit knapp 0,5 Prozentpunkten weniger relevant.

Die Sachkosten entwickelten sich mit einer Erhöhung um 2,5 Prozent relativ verhalten. Dass im Berichtszeitraum auch ein leichter Anstieg der Mautkosten um 1,2 Prozent verzeichnet wurde, ist auf den vermehrten und ökologisch effizienteren Einsatz von 12 Tonnen-Lkw zurückzuführen, die im Nahverkehr bei der direkten Zustellung und Abholung von Waren bei Industrie und Handel zunehmend 7,5 Tonnen-Fahrzeuge verdrängen.

Ein drastischer Anstieg der Mautkosten ist hingegen für die beiden kommenden Berichtshalbjahre zu erwarten, da zum 1. Juli 2018 das mautpflichtige Bundesfernstraßennetz um 37.000 Kilometer auf insgesamt 52.000 Kilometer ausgeweitet wird und die Lkw-Mautsätze zum 1. Januar 2019 zusätzlich deutlich angehoben werden. Zur Ermittlung individueller sendungsbezogener Mautkostenerhöhungen erarbeitet der DSLV derzeit ein Berechnungstool für seine Mitgliedsunternehmen, das noch im Mai erscheinen soll.

Sämtliche Änderungen haben auch Einfluss auf die Gewichtung der Kostenarten im "Kostenindex Sammelgutspedition". Die Personalkosten haben bei den Systemverkehren im Durchschnitt inzwischen einen Anteil von 53 Prozent, die Sachkosten belaufen sich auf 33,7 Prozent, die Treibstoffkosten betragen 10,3 Prozent und die Mautkosten knapp 3 Prozent.

Als Benchmark für den Stückgutmarkt wird der "Kostenindex Sammelgutspedition" im Auftrag des DSLV in Halbjahresabständen durch das Steinbeis Beratungszentrum Forwarding and Logistics Center (FORLOGIC) erstellt. Der vollständige Bericht kann von der
Homepage des DSLVheruntergeladen werden. An der Erhebung beteiligen sich annähernd 100 Depots der Stückgutnetze der Speditionen und Speditionskooperationen 24plus, CargoLine, Emons, Honold, IDS, ILN, ONLINE Systemlogistik, Schenker Deutschland, VTL und Zufall.


Der DSLV vertritt als Spitzenorganisation die Speditions- und Logistikbranche sowie die Transportwirtschaft über alle Verkehrsträger hinweg (Straße, Schiene, See- und Binnenschifffahrt sowie Luftfracht), einschließlich der Organisation, Bereitstellung, Steuerung, Optimierung und Sicherung von Prozessen der Güterströme entlang der Lieferkette. Der DSLV repräsentiert über seine 16 Landesverbände etwa 3.000 Unter­nehmen mit mehr als 550.000 Beschäftigten.


Mit freundlichen Grüßen

Frank Huster

Hauptgeschäftsführer
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DSLV  Deutscher Speditions- und Logistikverband e. V.
Unter den Linden 24
| Friedrichstraße 155-156
10117 Berlin
Telefon: +49 (0)30   40 50 228-10
Telefax: +49 (0)30   40 50 228-915
E-Mail:    FHuster@dslv.spediteure.de
www.dslv.org
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Veröffentlicht
14:14:10 02.05.2018

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