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Vorsitzer: Axel Plaß Geschäftsführer: Stefan Saß Uhlandstraße 68 22087 Hamburg E-Mail: info@vhsp.de Telefon : 040 37 47 64 - 0 Telefax : 040 37 47 64 - 75 Web: www.vhsp.de Sitz der Gesellschaft: Hamburg Amtsgericht Hamburg, VR 3860 Steuer -Nr.: 17/438/01004 HASPA: Kto. 1280 109 800 BLZ 200 505 50 BIC: HASPDEHH XXX IBAN: DE22 2005 0550 1280 1098 00 Rundschreiben SP 03 1/20 26 Hamb urg, den 26 . Februar 20 26 (CLECAT 2026/05 5) ts An unsere Mitglieder! – Geschäftsleitung – EU -Emissionshandel: Hinweise auf veränderte Routen in den Deep -Sea -Verkehren Sehr geehrte Damen und Herren, der europäische Speditionsverband CLECAT hat über erste Ergebnisse des sogenannten EU - ETS Observatory informiert, das von der spanischen Hafenbehörde Puertos del Estado entwi-ckelt und kürzlich im Rahmen einer Veranstaltung der European Sea Ports Organisati on (ESPO) vorgestellt wurde. Die präsentierten Auswertungen 1 liefern erstmals strukturierte em- pirische Hinweise darauf, wie sich der seit dem 1. Januar 2024 auf die Seeschifffahrt ausge-weitete EU -Emissionshandel (EU ETS) – in Kombination mit der Krise im Roten Meer sowie der Neuordnung von Linienallianzen – auf die Deep -Sea -Containerverkehre in Europa aus- wirkt. Das EU -ETS Observatory analysiert unter anderem Routenentwicklungen, Hafenanläufe, Schiffskapazitäten und CO ₂-Emissionen. Zentrales Analyseinstrument ist dabei der soge- nannte TEU -Meilen -Indikator, der die Stellplatzkapazität der eingesetzten Containerschiffe mit der tatsächlich zurückgelegten Seestrecke verknüpft. Im Unterschied zu rein anlaufbasierten Statistike n erlaubt dieser Ansatz eine realitätsnähere Bewertung der strategischen Bedeutung einzelner Hafenstandorte innerhalb der Deep -Sea -Verkehre, da Gro ßcontainerschiffe stärker gewichtet werden als regionale Feederschiffe. Auf diese Weise werden strukturelle Verschie-bungen bei Gateway - und Hub -Funktionen in den Deep -Sea -Verkehren klarer sichtbar. Die bisherigen Ergebnisse zeigen, dass sich seit Ende 2023 insbesondere im Nordseeraum deutliche Veränderungen in der Hafenrotation vollziehen. Während britische Häfen einen an-haltenden Zuwachs bei den TEU -Meilen verzeichnen, stagnieren oder sinken die ent sprechen- den Werte in nordeuropäischen EU -Häfen. Nach den vorliegenden Daten konnte das Verei- nigte Königreich seinen Anteil an den TEU -Meilen um rund 15 Prozentpunkte ausbauen, was weitgehend spiegelbildlich mit Verlusten insbesondere in den Niederlanden un d in Deutsch- land einhergeht. Diese Entwicklung ist weniger Ausdruck eines absoluten Marktwachstums als vielmehr Ergebnis veränderter Routenführungen und einer Neugewichtung von Gateway - Funktionen innerhalb der Deep -Sea -Verkehre. Operativ zeigt sich dies un ter anderem darin, dass bestimmte Asien –Nordeuropa -Dienste vermehrt über britische Häfen in den EUROMED - Raum ein - oder auslaufen, während die Gesamtzahl der Hafenanläufe in den großen EU -Hubs bislang nicht signifikant zurückgegangen ist. Noch ausgeprägter stellen sich die strukturellen Verschiebungen im östlichen Mittelmeer dar. Hier lassen die Auswertungen des Observatory eine nachhaltige Verlagerung von Hub - und 1 https://www.clecat.org/media/presentation -espo ---260220 ---manuel -arana -v4.pdf2 Gateway -Funktionen von EU -Häfen hin zu benachbarten Nicht -EU -Standorten erkennen. Der Hafen Piräus, der im Jahr 2023 noch als zentrales Drehkreuz der Region fungierte, hat konti-nuierlich Anteile an den TEU -Meilen verloren. Gleichzeitig konnten insbesondere Ägypten und die Türkei ihre Position innerhalb der Deep -Sea -Verkehre deutlich stärken, wobei Port Said in der Hafenrotation einzelner Deep -Sea -Dienste an die Stelle bisheriger Hubs rückt. Diese Ent- wicklung wird auf mehrere Faktoren zurückgeführt, darunter die Umplanung von Routen in- folge der Umfahrung des Suezkanals, Kostenüberlegungen im Zusammenhang mit der ETS - Belastung sowie umfangreiche Infrastrukturinvestitionen in benachbarten Staaten. Nach Angaben des Observatory wurden seit dem Jahr 2021 Investitionen von rund 7,4 Mrd. Euro in Containerterminal -Kapazitäten in benachbarten Ländern getätigt oder verbindlich an- gekündigt. Die kombinierte Umschlagskapazität dieser Häfen soll bis 2029 um etw a 60 Prozent steigen. Aus Sicht von CLECAT entstehen damit strukturelle Voraussetzungen für eine dauer-hafte Verlagerung von Hub -Funktionen in den Deep -Sea -Containerverkehren. Dies kann mit- tel - bis langfristig dazu führen, dass EU -Häfen im Mittelmeerraum an Bedeutung als Linien- hubs und Gateway -Häfen verlieren. In diesem Zusammenhang werden Risiken einer Carbon Leakage sowie mögliche negative Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Hafenstandorte ausdrücklich benannt. Im Rahmen der Diskussion wies die Generaldirektion Klimapolitik der Europäischen Kommis-sion (DG CLIMA) darauf hin, dass die weitere Marktentwicklung maßgeblich auch von der konkreten Ausgestaltung und dem Inkrafttreten eines britischen Emissionshandelssyst ems für die Seeschifffahrt abhängen werde. Die Kommission kündigte an, die Entwicklungen in den Deep -Sea -Verkehren weiterhin eng zu beobachten, insbesondere im Hinblick auf mögliche Routenverlagerungen und Carbon -Leakage -Effekte. Die Einrichtung des EU -ETS Observatory wurde ausdrücklich als sinnvolle Ergänzung zu den eigenen Bewertungs - und Analyseinstru- menten der Kommission begrüßt. Zugleich wurde bestätigt, dass die maritimen ETS -Regelun- gen im Jahr 2026 im Rahmen der turnusmäßigen Überprüfung der ETS -Rich tlinie einer um- fassenden Evaluierung unterzogen werden. CLECAT hat in diesem Zusammenhang erneut hervorgehoben, dass Entwicklungen bei Rou-tenführungen, Zuschlagspraktiken und der Weitergabe von ETS -Kosten in den Deep -Sea - Containerverkehren eng begleitet werden müssen, um Transparenz und Planbarkeit für die Mark tteilnehmer sicherzustellen. Ebenso wird betont, dass der Erhalt der Hub - und Gateway - Funktionen europäischer Häfen sowie die Vermeidung einer dauerhaften Verlagerung von Li-nienanläufen in benachbarte Nicht -EU -Hubs zentrale Voraussetzungen sind, um Carbon Leakage zu begrenzen und die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Hafenwirtschaft lang-fristig zu sichern. CLECAT kündigte an, die weiteren Entwicklungen mit Blick auf die ETS - Überprüfung 2026 intensiv verfolgen zu wollen. Mit freundlichen Grüßen VEREIN HAMBURGER SPEDITEURE E .V. St. Saß Thomas Schröder GESCHÄFTSFÜHRER REFER ATSLEITER [individuell5] => ___________________ ____________________________________________________________________________________________ ________ Verein Hamburger Spediteure e.V. Vorsitzer: Axel Plaß Geschäftsführer: Stefan Saß Uhlandstraße 68 22087 Hamburg E-Mail: info@vhsp.de Telefon : 040 37 47 64 - 0 Telefax : 040 37 47 64 - 75 Web: www.vhsp.de Sitz der Gesellschaft: Hamburg Amtsgericht Hamburg, VR 3860 Steuer -Nr.: 17/438/01004 HASPA: Kto. 1280 109 800 BLZ 200 505 50 BIC: HASPDEHH XXX IBAN: DE22 2005 0550 1280 1098 00 Rundschreiben SP 03 1/20 26 Hamb urg, den 26 . Februar 20 26 (CLECAT 2026/05 5) ts An unsere Mitglieder! – Geschäftsleitung – EU -Emissionshandel: Hinweise auf veränderte Routen in den Deep -Sea -Verkehren Sehr geehrte Damen und Herren, der europäische Speditionsverband CLECAT hat über erste Ergebnisse des sogenannten EU - ETS Observatory informiert, das von der spanischen Hafenbehörde Puertos del Estado entwi-ckelt und kürzlich im Rahmen einer Veranstaltung der European Sea Ports Organisati on (ESPO) vorgestellt wurde. Die präsentierten Auswertungen 1 liefern erstmals strukturierte em- pirische Hinweise darauf, wie sich der seit dem 1. Januar 2024 auf die Seeschifffahrt ausge-weitete EU -Emissionshandel (EU ETS) – in Kombination mit der Krise im Roten Meer sowie der Neuordnung von Linienallianzen – auf die Deep -Sea -Containerverkehre in Europa aus- wirkt. Das EU -ETS Observatory analysiert unter anderem Routenentwicklungen, Hafenanläufe, Schiffskapazitäten und CO ₂-Emissionen. 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SP31/2026