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Vorsitzer: Axel Plaß Geschäftsführer: Stefan Saß Uhlandstraße 68 22087 Hamburg E-Mail: info@vhsp.de Telefon : 040 37 47 64 - 0 Telefax : 040 37 47 64 - 75 Web: www.vhsp.de Sitz der Gesellschaft: Hamburg Amtsgericht Hamburg, VR 3860 Steuer -Nr.: 17/438/01004 HASPA: Kto. 1280 109 800 BLZ 200 505 50 BIC: HASPDEHH XXX IBAN: DE22 2005 0550 1280 1098 00 Rundschreiben SP 04 4/20 26 Hamb urg, den 12 . März 20 26 ts An unsere Mitglieder! – Geschäftsleitung – Nahostkonflikt: Update zu möglichen Auswirkungen auf internationale Trans-port - und Lieferketten Sehr geehrte Damen und Herren, über die Auswirkungen der militärischen Auseinandersetzungen im Nahen Osten auf die internationalen Transportmärkte haben wir Sie bereits mit den Rundschreiben SP 037/2026 1 sowie SP 038/2026 2 informiert. Dabei standen insbesondere die zuneh- menden Frachtzuschläge im Seeverkehr , mögliche Umleitungen von Transporten so- wie die Auswirkungen auf See - und Luftfrachtverbindungen in der Region im Mittel- punkt. Inzwischen liegen weitere internationale Einschätzungen zur Lage vor. Sowohl die UN -Handels - und Entwicklungsorganisation (UNCTAD) als auch der Weltspediteurverband FIATA haben aktuelle Analysen veröffentlicht, die die möglichen Auswirkungen der Sicherheitslage im Persischen Golf sowie die damit verbundenen rechtlichen und versicherungsrechtlichen Risiken für Spediteure näher beleuchten. Die UNCTAD weist in einer aktuellen Studie darauf hin, dass Störungen des Schiffs-verkehrs in der Straße von Hormus weitreichende Auswirkungen auf den Welthandel haben können. Die Passage zählt zu den strategisch wichtigsten maritimen Engpäs-sen der globalen Wirtschaft. Ein erheblicher Teil der internationalen Öl - und Gastrans- porte sowie bedeutende Containerverkehre zwi schen den Golfstaaten, Südasien und Europa passieren dieses Seegebiet. Vor diesem Hintergrund betont UNCTAD, dass bereits kurzfristige Einschränkungen des Schiffsverkehrs zu Umleitungen von Transporten, verlängerten Transitzeiten so- wie steigenden Frachtraten führen können. Darüber hinaus können erhöhte Sicher- heitsanforderungen und steigende Versicherungsprämien zusätzliche Kosten entlang der gesamten Lieferkette verursachen. Erfahrungen aus anderen Krisenregionen – etwa im Roten Meer – haben gezeigt, dass Stö rungen in strategischen Seewegen in- nerhalb kurzer Zeit spürbare Auswi rkungen auf globale Transportnetzwerke entfalten können. 1 https://www.vhsp.de/rundschreiben/SP/2026/sp -2026 -037.pdf 2 https://www.vhsp.de/rundschreiben/SP/2026/sp -2026 -038.pdf2 Parallel dazu hat die FIATA eine rechtliche und versicherungsrechtliche Handreichung veröffentlicht, die sich mit den vertraglichen und versicherungsbezogenen Fragestel- lungen befasst, die sich aus der aktuellen Sicherheitslage ergeben können. Das Papier wurde vom FIATA Advisory Body on Legal Matters erarbeitet und richtet sich insbe- sondere an Speditionsunternehmen, die internationale Transporte organisieren oder als vertraglicher Frachtführer auftreten. Die FIATA -Analyse weist darauf hin, dass geopolitische Spannungen in der Region bereits jetzt zu Veränderungen von Transportwegen, Fahrplänen und Transitzeiten führen können. Neben möglichen Störungen des Schiffsverkehrs im Persischen Golf können auch Einschränkungen regionaler Lufträume Auswirkungen auf internationale Luftfrachtverbindungen haben. Aus rechtlicher Sicht hebt FIATA hervor, dass sich für Spediteure insbesondere Fra-gen im Zusammenhang mit vertraglichen Rechten der Frachtführer, der Weitergabe zusätzlicher Kosten sowie der Anwendung von Force -Majeure -Klauseln stellen kön- nen. In vielen Transportverträgen verfügen Frachtführer über das Recht, Transporte umzuleiten, Fahrten auszusetzen oder Transportverträge unter bestimmten Voraus-setzungen anzupassen. Für Spediteure stellt sich in diesem Zusammenhang insbe-sonder e die Frage, in welchem Umfan g zusätzliche Kosten – etwa Kriegsrisikozu- schläge oder Um leitungs kosten – gegenüber Auftraggebern weitergegeben werden können. Darüber hinaus weist FIATA darauf hin, dass die rechtliche Bewertung wesentlich da-von abhängen kann, in welcher Rolle ein Spediteur tätig wird . Die Situation kann sich deutlich unterscheiden, je nachdem ob ein Unternehmen als vertraglicher Frachtführer – etwa im Rahmen eines Fixkostenspeditionsgeschäfts – oder als Agent im Namen seines Auftraggebers handelt. Ein weiterer Schwerpunkt de s FIATA -Leitf adens betrifft mögliche Versicherungslücken im Zusammenhang mit Konflikt - und Kriegsrisiken . Standardmäßige Warentransport- versicherungen decken entsprechende Risiken häufig nur eingeschränkt oder gar nicht ab. Auch Schäden infolge von Transportverzögerungen sind regelmäßig nicht versi-chert. Spediteuren wird daher empfohlen, bestehende Versicheru ngspolicen zu über- prüfen und gegebenenfalls zusätzlichen Versicherungsschutz zu prüfen. Schließlich weist FIATA auch auf mögliche operative Risiken hin, die sich im Zuge geopolitischer Krisen verstärken können. Hierzu zählen insbesondere Fragen im Zu-sammenhang mit blockierter oder aufgegebener Ladung, steigenden Demurrage - und Detentionkosten sowie die Durchsetzung von Pfandrechten an Gütern. Die aktuellen Veröffentlichungen von UNCTAD und FIATA ergänzen damit die bereits in unseren Rundschreiben dargestellten operativen und vertragsrechtlichen Fragestel-lungen und liefern eine weitergehende internationale Einordnung der möglichen Aus-wirkungen auf den Welthandel und die globale Logistik. Vor dem Hintergrund der weiterhin dynamischen Lage empfiehlt FIATA den Mitglieds-unternehmen, ihre bestehenden Verträge, Versicherungen und internen Prozesse zu überprüfen und Auftraggeber frühzeitig über mögliche Auswirkungen auf laufende Transporte zu inf ormieren.3 Weitere Informationen finden Sie in den folgenden Veröffentlichungen: ▪ UNCTAD – Strait of Hormuz Disruptions: Implications for Global Trade and Development 3 ▪ FIATA – Middle East Security Situation – Contractual and Insurance Consider- ations for Freight Forwarders 4 Mit freundlichen Grüßen VEREIN HAMBURGER SPEDITEURE E .V. St. Saß Thomas Schröder GESCHÄFTSFÜHRER REFER ATSLEITER 3 https://unctad.org/system/files/official -document/osgttinf2026d1_en.pdf 4 https://fiata.cdn.prismic.io/fiata/abEpCFxvIZEnjjzG_20260309_FIATAABLMcommunication_MiddleEastSecuritySitua-tion_v2.pdf [individuell5] => ___________________ ____________________________________________________________________________________________ ________ Verein Hamburger Spediteure e.V. Vorsitzer: Axel Plaß Geschäftsführer: Stefan Saß Uhlandstraße 68 22087 Hamburg E-Mail: info@vhsp.de Telefon : 040 37 47 64 - 0 Telefax : 040 37 47 64 - 75 Web: www.vhsp.de Sitz der Gesellschaft: Hamburg Amtsgericht Hamburg, VR 3860 Steuer -Nr.: 17/438/01004 HASPA: Kto. 1280 109 800 BLZ 200 505 50 BIC: HASPDEHH XXX IBAN: DE22 2005 0550 1280 1098 00 Rundschreiben SP 04 4/20 26 Hamb urg, den 12 . 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SP44/2026